Accesskeys

KR Gesetzgebung 29.15.01

Aufräumsession des Kantonsrates vom 25. bis 27. April 2016

Sprecher(in): Hilb Patrick, Wil
Datum: 27.04.2016 08:56

(im Namen der GLP/BDP-Fraktion): Die Einheitsinitiative ist abzulehnen.

Zunächst einen Dank an den Kommissionspräsidenten für die gute Zusammenfassung.

Wir wollen auch dem Antrag der Regierung folgen und ohne Gegenvorschlag die Initiative zur Ablehnung empfehlen.

Um was geht es? Ich denke im Kern geht es wirklich um diese Sprachenfrage, auch wenn es im Initiativtext nicht direkt so steht. Es geht darum: Wollen wir weiterhin zwei Fremdsprachen auf der Primarschule haben, wie das in der Mehrheit der Kantone schon jetzt der Fall ist. Ich denke, diese Intiative hat leider gute Chancen im September angenommen zu werden, dies vor allem aus zwei Gründen:

  1. Das Initiativkomitee sendet Signale aus, die nicht zutreffen. So wird immer wieder gesagt, der Kindergarten werde in dieser Form nicht mehr bleiben, was einfach nicht stimmt. Ich hoffe, Regierungsrat Kölliker wird dazu noch Stellung nehmen.

  2. Zwei Fremdsprachen sind wirklich zum Teil sehr herausfordernd.

Ich spreche dazu als Schulleiter und auch als Vater. Mir ist in diesem Zusammenhang wichtig zu erwähnen, dass es vor allem um die Ausgestaltung des Fremdsprachenunterrichtes geht. Das bedeutet, wie wird Fremdsprachenunterricht erteilt und auch wie wird dieser beurteilt. Ich möchte in diesem Zusammenhang erwähnen, dass beispielsweise das Promotionsreglement auf den Sommer 2017 geändert wird und wir heute noch gar nicht wissen, wie das aussehen wird. Das hat einen grossen Einfluss auf den Fremdsprachenunterricht. Wir haben hier Unklarheiten, die wir jetzt noch nicht wissen.

Die Lehrmittel und auch der Lehrplan sind klar. Es ist ein Fremdsprachenunterricht, in dem nicht Wörtertests im Vordergrund stehen. Das muss jetzt einfach umgesetzt werden und auch die Lehrkräfte müssen entsprechend ausgebildet werden. Auch das ist geplant und dann kann vieles entschärft werden.